-wechsel ...richtig reagieren!!!


  


  
 

Etwa 10 bis 15 Prozent aller Unfälle in Deutschland werden durch Wild verursacht. Gerade im Herbst steigt die Gefahr solcher Unfälle stark an. Die Hirschbrunft und das knapper werdende Futterangebot treiben die Tiere zu Wanderungen durch ihre Reviere. Besonders in der Dämmerung ist erhöhte Vorsicht geboten.

 
   
  
   
 

Die wichtigsten Tipps zur richtigen Reaktion beim Wildwechsel:

  • Auf wenig befahrenen Nebenstraßen besonders achtsam sein.
  • Bei Übergängen zwischen Feld und Wald, in Waldbereichen oder bei Obstgärten ist mit besonders starkem Wildwechsel zu rechnen.
  • Erwischt man ein Rehwild bei Dämmerung oder in der Nacht bei der Überquerung der Straße, kann man es mit Abblendlicht und mehrmaligen Hupen verscheuchen. Von Fernlicht wird das Wild nur irritiert, es bleibt dann sogar mitten auf der Fahrbahn stehen. Auch die Dauerhupe sollte vermieden werden.
  • Im Ernstfall das Fahrzeug nicht verreißen und auch keine Haken schlagen.
Ausweichen sollte man nur dann, wenn auszuschließen ist, dass man gegen einen Baum prallt, im Straßengraben landet oder den Gegenverkehr gefährdet. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar muss das Lenkrad gut festgehalten werden, da das Auto sonst beim Zusammenprall von der Spur abkommen oder in den Gegenverkehr krachen könnte. Ausweichmanöver sind besonders in Waldgebieten und bei Feldern wegen des hohen Unfallrisikos sehr gefährlich.

 

 
   
 

Richtiges Verhalten beim Unfall

  • kleinere Tiere wie Hasen, Igel oder Füchse überfahren, Ausweichmanöver führen oft zu gefährlichen Personen- oder Fahrzeugschäden
  • bei Haarwild (Wildschwein, Reh oder Hirsch) den Aufprall durch Vollbremsung abfedern, ausweichen ist auch hier oft gefährlicher als die Kollision
  • Unfallstelle absichern (Warnblinkanlage und Warndreieck)
  • totes Wild an den Straßenrand ziehen (es ist nicht erlaubt, totes Wild einfach mitzunehmen)
  • Polizei und Jagdaufseher verständigen (oft erledigt die Polizei die Information der Jagdbehörde mit)
  • für die Regulierung bei der Versicherung benötigen Sie einen Wildschadenbericht
  • verletztem Wild nicht folgen, es könnte aggressiv reagieren
  • Unfallstelle markieren
  • Unfallspuren am Auto nicht beseitigen, sondern von der Polizei oder vom Jäger bestätigen lassen (Wildschadenbericht)

    Gemäße StVO müssen Wildunfälle sofort der Polizei gemeldet werden, nachdem die Unfallstelle abgesichert wurde. Tote Tiere dürfen nicht mitgenommen werden. Wer eine Kaskoversicherung besitzt, muss diese über den Unfall in Kenntnis setzen. Erst die Polizei stellt die für die Versicherung notwendige Bestätigung aus, ohne die ihre Versicherung die Kaskoentschädigung ablehnt.

 

 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 
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