Betrüger am Bildschirm

 

 
      
  In jüngster Zeit ist es vermehrt zu Betrugsfällen beim Autokauf via Internet gekommen. Damit Sie sich besser vor teuren Enttäuschungen schützen können, nennen wir Ihnen die typischen Vorgehensweisen der Betrüger.

Verschiedene Betrugs-Maschen sind derzeit in Umlauf, die im Wesentlichen eines gemeinsam haben: Es wird Geld im Voraus gefordert, oft in Verbindung mit Überweisungen über ein Kreditinstitut (häufig mit Firmensitz im Ausland). Bei den Stichworten "Liquiditätsbeweis", "Geldtransfer", "Treuhandservice" oder "zu hoch dotierte Schecks" sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten.

Grundsätzlich gilt: Machen Sie als Käufer keine Geschäfte, bei denen vom Verkäufer dubiose Zahlungsaufforderungen, beispielsweise ins Ausland, gestellt werden. Geben Sie als Verkäufer das Fahrzeug erst heraus, wenn der volle Kaufpreis bei Ihnen eingegangen ist.
Und: Passen Sie auf, dass sie nicht auf "Abzocker"-Telefonnummern (0190, 0137, 118xx etc.) verwiesen werden.

Hier einige Betrugs-Maschen im Detail:



Betrug per Geldtransfer

Bei Forderungen nach einem Liquiditätsbeweis ist größte Vorsicht geboten. In mehreren Fällen wurden potenzielle Käufer aufgefordert, per Geldtransfer über ein ausländisches Kreditinstitut zu beweisen, dass sie den ausgehandelten Kaufpreis für das Fahrzeug auch tatsächlich bezahlen können. Hiervon raten wir dringend ab, da die mangelhafte Sicherheit es den Betrügern ermöglicht, unberechtigt auf die eingezahlte Summe zuzugreifen - in allen Fällen wurde das Geld von "Unbekannt" abgehoben und ist seitdem verschwunden.

Ähnlich läuft es über so genannte Treuhandservices. Das Fahrzeug wird besonders günstig angeboten. Der angebliche Verkäufer antwortet auf das Kaufinteressentenmail und lockt den Käufer mit einem Treuhandservice, der von der Allianz Autowelt ausginge. WIR HABEN KEINEN TREUHANDSERVICE. Zudem gibt der Betrüger als Kontakt dieses Treuhandservices eine Allianz-ähnliche E-Mail Adresse an (z.B. info@autowelt-trades.com, info@allianz-autowelt-trades.com oder info@allianzautowelt.com). Der Betrüger versichert dem Interessenten die Lieferung innerhalb weniger Tage nach Erhalt der Einzahlungsbestätigung. Mit dem Einzahlungsbeleg kann der Betrüger jedoch das Geld abheben. Das Geld ist weg und von dem Betrüger fehlt jede Spur.

Scheck-Betrug

Auch Anbieter laufen Gefahr, beim Verkauf ihres Gebrauchten geschädigt zu werden - beispielsweise durch gefälschte oder ungedeckte Verrechnungsschecks, da Banken zum Teil erst nach mehreren Wochen feststellen können, ob ein Scheck gedeckt ist. In einem konkreten Fall bat der potenzielle Käufer darum, ein per Scheck abgeschlossenes Geschäft rückgängig zu machen. Der Verkäufer überwies daraufhin den Kaufpreis zurück, um kurze Zeit später von seiner Bank zu erfahren, dass der ursprüngliche Scheck nicht gedeckt war.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie eine E-Mail von einem angeblichen Autohändler (meist aus dem Ausland) erhalten, der bereits einen Interessenten für das Fahrzeug gefunden haben will. Dieser bietet dann aus verschiedenen Gründen einen zu hoch dotierten Scheck an, den er dem Verkäufer zuschickt. Die Differenz zum Fahrzeugpreis soll schließlich der Verkäufer über ein Kreditinstitut zurückerstatten.
Der Scheck platzt nach einer gewissen Zeit und der eingezahlte Differenzbetrag ist weg.

Abzocke per Telefon

Über kostenpflichtige Rufnummern können vermeintliche Verkäufer den Kaufinteressenten schnell um einige Euro erleichtern. Aufgepasst: Gibt der angebliche Verkäufer in den Kontaktdaten oder im freien Textfeld der Anzeige eine Rufnummer mit einer der Vorwahlen 0137, 0190 oder 0900 an, kann der Anruf sehr teuer werden. Zu beachten ist auch, dass diese Nummern gerne "verschleiert" werden. Ein Beispiel: Die folgende fiktive Nummer 200 300 mit der kostenpflichtigen Vorwahl 0137 fällt anders geschrieben gar nicht so leicht auf: 013 720 0300.

Simpler Anzahlungsbetrug

Der angebliche Verkäufer überredet den Interessenten in mehr oder weniger langem E-Mail-Verkehr oder am Telefon zu einer Anzahlung, um das Fahrzeug zu reservieren. Nach Zahlungseingang ist der Betrüger nicht mehr erreichbar - das Geld für immer verschwunden.

Bargeld

Aus diesem Grund raten wir: Hände weg von Schecks, Überweisungen oder Geldtransfers über unsichere Anbieter. Autokauf gegen Bargeld ist sicherer. Vorsichtig muss man aber auch hier sein: So sollte der potenzielle Käufer niemals Geld zum ersten Besichtigungstermin mitbringen. Bezahlt wird erst bei Übergabe des Fahrzeuges.

Barzahlungsgeschäfte beinhalten auch weitere Gefahren, wie z.B. durch Verbreitung von Falschgeld oder der Gefahr des Überfalles, Diebstahls oder des Verlustes. Deshalb sollte das Bargeld bis zum Ankauf/Verkauf sicher verwahrt, hinsichtlich seiner Echtheit genau überprüft (Fälschungsmerkmale) oder möglichst bei den Zahlstellen der Banken/Geldinstitute einbezahlt/überprüft werden.

Entsprechende Vorbeugungshinweise werden erteilt durch die Beratungsstellen der örtlichen Polizeien bzw. durch die regionalen Landeskriminalämter.

  
      
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 
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